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Wer sich mit digitalisierung des Handels, E-Commerce, digitaler Produktkatalog usw. auseinander setzt, landet früher oder später bei dem Thema Product Information Management. Auch bei Unternehmen, die strategisch kein E-Commerce betreiben, spielt PIM eine immer wichtigere Rolle.

Längst nicht mehr nur für Grossunternehmen, beschäftigt sich auch der Mittelstand intensiv mit PIM.

Um PIM im eigenen Unternehmen zu implementieren, gibt es verschiedene Ansätze. Meist fällt die Wahl auf die Einführung eines PIM-Systems. PIM rein mit Excel zu bewerkstelligen ist eher eine schlechte Idee. ( PIM mit Excel? - 4 gute Gründe es nicht zu tun)

Die Einführung eines PIM-Systems beansprucht Zeit und Ressourcen

Die Einführung eines PIM-Systems ist meist ein umfangreiches Projekt:

  • Die eigenen Produktdaten müssen in ein passendes Datenmodell überführt werden. (Ein Schraubenzieher hat z.B. andere Attribute als ein Nahrungsergänzungsmittel)
  • Die bestehenden Prozesse der Produktinformationspflege müssen abteilungsübergreifend analysiert und verstanden werden. Zudem braucht es Überlegungen, was man künftig anders und was gleich machen will.
  • Es muss der passende Ansatz für das eigene PIM-System gefunden werden. Die Varianten reichen von der absoluten Standardlösung bis zu einer massgeschneiderte PIM-Software. (Carpathia: Ein Viertel der Onlineshops setzt auf eine eigene Logistik und Standardsysteme sind rückläufig)
  • Die Anwender müssen auf dem neuen PIM-System geschult werden.
  • Die initialen Produktdaten müssen als Rohdaten importiert und initial veredelt werden.
  • Die neuen Prozesse müssen etabliert und gelebt werden.
Es drängt sich die Frage auf, ob sich das alles wirklich lohnt?

Die typischen Vorteile die man mit der Einführung eines PIM-Systems erreicht

Die klassischen Vorteile, die für ein PIM-System sprechen sind meist die folgenden:

  • Erhöhen der Datenqualität
  • Schaffen einer "Single source of truth"
  • Zeit- und Kostenersparnis
  • Beschleunigung der Time-To-Market
Diese Gründe sind bereits ziemlich gewichtig. Im Kontext der Digitalisierung gibt es jedoch eine erweiterte Sichtweise auf die Vorteile eines PIM-Systems.

Vorteil 1: Digitale Kanäle nehmen zu

Titelbild Grund 1: Digitale Kanäle nehmen zu

Im Schweizer Online Handel wurden 2017 über 8.6 Mrd. CHF umgesetzt. Im Jahr 2018 konnte noch einmal eine Steigerung von fast 10%, auf 9.5 Mrd. CHF erreicht werden. (GFK: Schweizer Online-Konsum wächst 2018 um 10%). Es zeichnet sich aktuell nicht ab, dass dieser Trend sich in den nächsten Jahren nicht fortsetzen wird. Durch den Einstieg in E-Commerce resp. Digital Commerce nehmen die digitalen Absatzkanäle für ein Unternehmen rasant zu.

Wir erleben den Markt so, dass für die meisten Unternehmen - die heute bereits E-Commerce betreiben - der eigene Online-Shop der wichtigste digitale Kanal ist. Gemäss den Resultaten aus der repräsentativen Online Händler Befragung 2018 ist klar erkennbar, dass bereits 38% auf digitalen Marktplätzen oder anderen Plattformen (z.B. Galaxus, Microspot etc.) verkaufen. Weitere 13% planen dies bald zu tun. Es ist durchaus denkbar, dass der eigene Onlineshop in der Wichtigkeit schon bald abgelöst wird.

Auf allen digitalen Kanälen die gleiche Datenqualität zu den eigenen Produkten sicherzustellen, ist ein wichtiger Faktor um ein einheitliches Markenerlebnis und Vertrauen zu schaffen.

Die Qualität von Produktdaten hat zudem direkten Einfluss auf die Verkaufszahlen und auf die Retouren. Ein cleveres PIM-System hilft, die verschiedenen Kanäle effizient à jour zu halten und bietet voll- oder mindestens teilautomatisierte Schnittstellen für die Ausleitung der Produktdaten an Marktplätze und weiteren digitalen Kanälen.

Vorteil 2: Physische Kanäle und Stationärer Handel werden mit digitalen Hilfsmittel ergänzt

Titelbild Grund 2: Physische Kanäle und Stationärer Handel werden mit digitalen Hilfsmittel ergänzt

Der physikalische Verkaufsladen wird zunehmend digital vernetzt: Digital Signage Lösungen für digitale Schaufenster, Kiosk Applikationen für den Point of Sale oder grosse LED Video Walls sind nur ein Teil der heutigen Möglichkeiten. Die auf diesen Geräten präsentierten Botschaften enthalten in den meisten Fällen auch Informationen zu Produkten. Jene Produktdaten müssen genau so aktuell und vollständig sein, wie die Produktinformationen in den anderen digitalen Kanälen.

Um die Beratungskompetenz an den physischen Touchpoints zu erhöhen, sind die Anforderungen an die verfügbaren Produktinformationen meist noch grösser als in den rein digitalen Kanälen.

Nebst der Digitalisierung im Verkaufsladen spielt zunehmend die Digitalisierung des Aussendienst eine zentrale Rolle. Bei über der Hälfte der befragten Online Shops in der Online Händler Befragung 2018 wird vor Ort der persönliche Kontakt über Verkäufer resp. Aussendienstmitarbeiter hergestellt.

Ein PIM-System füttert also auch die digitalen Hilfsmittel von physischen Kanälen mit Produktdaten. Durch die Vermischung von den verschiedenen Kanälen und Medien, erfahren Omnichannel-Strategien richtig Aufwind.

Smarte PIM-Systeme verfügen über ein entsprechendes Channel-Management, über welches granular gesteuert werden kann, welche Produktattribute an welchen Ausgabekanal ausgegeben werden sollen.

Vorteil 3: Knowledge Management ist geschäftskritisch

Titelbild Grund 3: Knowledge Management ist geschäftskritisch

Bei sieben von zehn befragten Onlineshops in der Online Händler Befragung 2018, kann telefonisch bestellt werden. Dem Kunden alle möglichen Produktfragen telefonisch beantworten zu können, gehören zum modernen Kundenservice dazu. Der persönliche Austausch bietet zudem ideale Möglichkeiten für ein Up- oder X-Selling. Welches Ersatzteil passt zu welchem Produkt? Wie lässt sich ein Produkt mit anderen Produkten kombinieren? Alles Fragen, auf die ein Kundendienst heute binnen Sekunden Antworten liefern können muss. Ein intelligentes PIM-System unterstütz den Kundendienst auch hier mit schnellen und flexiblen Abfragemöglichkeiten.

In den internen Abläufen eines Unternehmens nehmen Produktdaten einen immer wichtigeren Stellenwert ein.

Umfassende und verlässliche Produktinformationen in allen Abteilungen im Zugriff zu haben, wird zu einer wichtigen Voraussetzung.

Eine wichtige Voraussetzung, um z.B. den Kunden und Geschäftspartnern immer bessere Services zu bieten, strategische Entscheidungen zu treffen oder das Geschäftsmodell zu innovieren.

Fazit

Die klassischen Vorteile der Einführung eines PIM-Systems haben nicht an Bedeutung verloren. Zusätzlich zu Erhöhen der Datenqualität, erschaffen eines "Single source of truth" und einer Zeit- und Kostenersparnis gesellen sich aber weitere Vorteile aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung.

  • Die Verkaufskanäle nehmen rasant zu. Neue Marktplätze, eigene Online Shops, Mobile Apps etc. tauchen auf und müssen rasch mit verlässlichen Produktinformationen versorgt werden.
  • In den bestehenden physischen Kanälen (Stationärer Handel) werden immer mehr digitale Hilfsmittel eingesetzt. Hier bilden verlässliche Produkinformationen die Grundlage für verschiedene Szenarien.
  • Wissen über Produkte in verschiedenen Abteilungen zur Verfügung zu haben, ermöglicht besseren Kundenservice und die Entwicklung von innovativen Ideen.

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