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Modul: Catalog

Das Catalog-Modul ist der shopfähige Produktkatalog von buzzle Commerce Core. Es macht aus den gepflegten Produktdaten des buzzle PIM einen schnellen, verkaufsfertigen Katalog: mit Kategorien, Angeboten, Medien, Kaufberechtigung und einer Suche, die auch semantisch findet. Während das PIM die Quelle der Wahrheit für Produktdaten ist, ist der Catalog die kundenorientierte Projektion dieser Daten in den Commerce-Prozess.

Im Kern verwaltet das Modul Produkte und ihre Kategorien – die durchsuchbare, navigierbare Struktur, über die Kunden das Sortiment erschliessen. Produkte tragen ihre Marketing- und Verkaufsinformationen, sind Kategorien zugeordnet und lassen sich über eine externe Kennung mit dem PIM und weiteren Systemen verknüpfen. Neben den Verkaufsprodukten kennt das Modul auch Marketingprodukte und redaktionelle Inhalte („Knowledges”), mit denen sich der Katalog anreichern lässt.

Ein Katalog ist mehr als eine Liste – er entscheidet, was wem zu welchen Konditionen angeboten wird. Das Modul verwaltet Angebote (Offers) und prüft die Kaufberechtigung (Purchase Eligibility): Es stellt fest, ob ein bestimmter Kunde ein bestimmtes Produkt überhaupt beziehen darf. Das ist in regulierten Sortimenten entscheidend – etwa dort, wo nur berechtigte Kunden bestimmte Artikel kaufen dürfen – und sorgt dafür, dass der Katalog jedem Kunden genau das zeigt, was für ihn zulässig ist.

Im B2B-Commerce sieht nicht jeder denselben Preis. Das Catalog-Modul berechnet Preise kundenspezifisch: Über Preisgruppen und Zuschläge (samt Gültigkeitszeiträumen) sowie die firmenspezifische Preiskonfiguration aus dem Business-Modul ergibt sich für jeden Kunden sein individueller Preis. Eine eigene Preisberechnung – inklusive nachvollziehbarer Debug-Sicht auf die einzelnen Rechenschritte – macht transparent, wie ein Preis zustande kommt.

Ergänzend liefert das Modul die Verfügbarkeit: Über den Artikelbestand (Stock) ist sichtbar, was lieferbar ist, und über die kundenspezifische Produktsicht sieht jeder Kunde genau das Sortiment mit den Konditionen, die für ihn gelten.

Zu Produkten gehören Bilder und Dokumente. Das Modul verwaltet Packshots und weitere Dateien und stellt sie für die Ausspielung bereit. Für die performante Auslieferung an Endkunden arbeitet es mit dem CDN-Modul zusammen.

Nicht immer ist alles verfügbar. Das Catalog-Modul unterstützt Wiederverfügbarkeits- Benachrichtigungen: Ein Kunde abonniert ein derzeit nicht lieferbares Produkt und wird benachrichtigt, sobald es wieder auf Lager ist. Solche Restock- bzw. Stock-Remember- Abonnements lassen sich pro Produkt und Nutzer anlegen, abfragen und wieder entfernen – ein wirksames Mittel gegen entgangene Verkäufe.

Damit der Katalog auch ausserhalb des Shops gefunden wird, pflegt das Modul Metadaten und strukturierte Daten (Microdata). So werden Produkt- und Kategorieseiten für Suchmaschinen maschinenlesbar ausgezeichnet – die Grundlage für bessere Auffindbarkeit im Web.

Über die klassische Volltextsuche hinaus unterstützt das Modul semantische Suche: Produkte werden als Embeddings (Vektoren) abgebildet, sodass sich inhaltlich ähnliche Artikel finden lassen – auch dann, wenn die Suchbegriffe nicht wörtlich übereinstimmen. In Kombination mit dem Search-Modul entsteht so eine Suche, die Bedeutung erfasst statt nur Zeichenketten.

Das Modul hält zusätzlich verkaufsnahe Kennzahlen bereit – etwa die Beliebtheit von Produkten und die Historie von Preisen. Solche Werte fliessen in Sortimentssteuerung, Empfehlungen und Auswertungen ein und lassen sich mit dem Reporting-Modul weiterverarbeiten.

  • Der Catalog projiziert Produktdaten aus dem buzzle PIM in den Commerce-Prozess.
  • Er liefert die Artikel, die im Order-Modul bestellt werden.
  • Er nutzt das Search-Modul für Volltext- und semantische Suche und das CDN-Modul für Medien.
  • Kaufberechtigung und Benachrichtigungen beziehen sich auf Kunden aus dem Customer-Modul.

Als Modul der Service Platform ist das Catalog-Modul unter /catalog erreichbar, hält seine Daten in einem eigenen Schema und dokumentiert sich über Swagger. Es ist das Bindeglied zwischen gepflegten Produktdaten und dem tatsächlichen Verkauf – der Ort, an dem aus Produktinformationen ein verkaufsfähiges Sortiment wird.