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Modul: Order

Das Order-Modul bildet den gesamten Weg vom Warenkorb bis zum abgeschlossenen Auftrag ab. Es ist das transaktionale Herz der Commerce-Plattform: Hier entstehen Bestellungen, werden geprüft, bepreist und in verbindliche Aufträge überführt.

Der Bestellprozess folgt einem klaren Lebenszyklus. Ein Warenkorb (Basket) durchläuft dabei definierte Zustände – von Neu über Aktiv bis Bestellt – und kann bei Bedarf mit einem anderen zusammengeführt werden. Jede Änderung am Warenkorb ist eine nachvollziehbare Aktion: Ein Artikel wird hinzugefügt, geändert oder entfernt; bei Problemen – etwa zu geringem Lagerbestand – entsteht eine entsprechende Rückmeldung.

Aus dem geprüften Warenkorb wird im Checkout ein Auftrag (Order). Die einzelnen Positionen werden dabei als Auftragspositionen festgeschrieben, samt ihrer Herkunft und ihres Zustands. So bleibt später nachvollziehbar, was bestellt wurde und wie die Position zustande kam.

Nicht jeder Bestellvorgang ist gleich. Das Modul arbeitet mit konfigurierbaren Warenkorbtypen und Checkout-Typen, die sich an unterschiedliche Geschäftsfälle anpassen lassen. Eine Warenkorb-Konfiguration wird dabei gegen ein Regelwerk validiert, bevor sie zum Einsatz kommt – Fehlkonfigurationen fallen früh auf, nicht erst im Bestellprozess.

Der Preis eines Warenkorbs ist keine einzelne Zahl, sondern das Ergebnis einer transparenten Kette von Preiszeilen. Das Modul unterscheidet dabei verschiedene Zeilentypen, unter anderem:

  • Produktkosten – der Ausgangspreis der Position,
  • Nettokosten und Gesamtkosten – die verdichteten Zwischen- und Endsummen,
  • Mehrwertsteuer – der Steueranteil,
  • sowie strukturierende Elemente wie Trennzeilen für die Darstellung.

Für die Rundung stehen definierte Rundungsverfahren bereit – etwa kaufmännisches Runden auf zwei Stellen oder das Abrunden auf die nächsten fünf Rappen. Damit lässt sich die Preisdarstellung sauber an landesübliche und branchenspezifische Anforderungen anpassen. Das Ergebnis ist eine nachvollziehbare Preiskette statt einer intransparenten Endsumme.

Geschäftskunden bestellen anders als Endkunden – oft schnell, wiederkehrend und anhand von Artikelnummern statt über die Sortimentssuche. Das Order-Modul unterstützt dafür die Schnellbestellung (Quick Order): Eine Liste von Artikeln – etwa Artikelnummern mit Mengen – wird in einem Schritt aufgelöst und in den Warenkorb übernommen. Das beschleunigt wiederkehrende Beschaffung erheblich.

Zu abgeschlossenen Bestellungen verwaltet das Modul zudem Belege (Order Documents) wie Auftragsbestätigungen, Lieferscheine oder Rechnungen. Sie lassen sich zu einer Bestellung abrufen, sodass Kunden ihre Dokumente jederzeit selbst einsehen können.

Endkundenfunktionen: Wunschliste, Versand, Retouren und Couponing

Abschnitt betitelt „Endkundenfunktionen: Wunschliste, Versand, Retouren und Couponing“

Für das Endkundengeschäft bringt das Order-Modul über den reinen Bestellabschluss hinaus weitere Bausteine mit:

  • Wunschliste (Wishlist) – Kunden merken sich Produkte für später.
  • Versand – Auswahl der Versandart und Lieferadresse im Checkout, mit konfigurierbaren Versandoptionen.
  • Zahlung – Zahlungstransaktionen über angebundene Zahlungsanbieter.
  • Rechnungen und Retouren – Rechnungen und Belege zum Abruf sowie ein eigener Retourenprozess (Order Returns) für Rücksendungen.
  • Couponing und Aktionen – Gutscheine (Vouchers), Geschenkkarten, Kampagnen und Staffelrabatte, eingebunden in Warenkorb und Preisberechnung.

Diese Fähigkeiten sind im Bereich B2C-Commerce aus der Endkundenperspektive zusammengeführt.

Die Steuerung nach dem Kauf – automatische Vorprüfung, manuelle Freigabe, Routing der Positionen und Übermittlung an ERP/Order-Management – beschreibt die Seite Order-Management; die anschliessende Belegerzeugung und Auslieferung die Seite Fulfillment & Belege.

Der Bestellprozess ist ein natürlicher Auslöser für Folgeaktionen. Wird ein Auftrag abgeschlossen oder ein Warenkorb verändert, kann das Modul Ereignisse veröffentlichen, auf die andere Dienste reagieren – etwa um Bestätigungen zu versenden, Bestände zu aktualisieren oder einen Eintrag ins Audit zu schreiben. Dieser ereignisgetriebene Ansatz hält den Bestellprozess schlank und macht Erweiterungen möglich, ohne den Kernablauf umzubauen.

Das Order-Modul steht selten allein:

  • Es bezieht Besteller und Empfänger aus dem Business-Modul.
  • Es kann Sortiments- und Produktdaten aus dem buzzle PIM nutzen.
  • Es meldet relevante Vorgänge über den Nachrichtenbus an nachgelagerte Prozesse.

Als Modul der Service Platform ist das Order-Modul unter /order erreichbar, hält seine Daten in einem eigenen Schema und dokumentiert sich über Swagger. Es macht buzzle Commerce Core zu einer Plattform, die nicht nur Daten verwaltet, sondern echte Geschäftsvorfälle abwickelt.