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"Werden vorverpackte Lebensmittel mit Einsatz von Fernkommunikationstechniken angeboten, so müssen die Konsumentinnen und Konsumenten über die gleichen Informationen verfügen, die bei der Abgabe vor Ort zur Verfügung gestellt werden müssen. Die Angaben auf der Webseite XYZ sind zum Teil unvollständig…"

In etwa so beginnen die Anschreiben von den Vollzugsbehörden, die seit dem 01. Mai 2018 in den Briefkästen von Onlineshop-Betreibern landen. Betroffen sind jene Onlinehändler die Produkte anbieten, die als vorverpackte Lebensmittel gelten und somit dem neuen schweizerischen Lebensmittelgesetz 2017 (LMG) unterliegen.

Fehlen auf den Produktpräsentationen des Onlineshops die neuen Pflichtangaben zu den Zutaten, der Herkunft, den enthaltenen Nährstoffen, Warnhinweise usw. sind das offensichtliche Mängel, die - gestützt auf die gesetzlichen Grundlagen des Bundesgesetzes über Lebensmittel und Gebrauchsgegenständen (Lebensmittelgesetz, LMG) - behoben werden müssen. Verkaufen auch Sie vorverpackte Lebensmittel mit Einsatz von Fernkommunikationstechniken?

Hier erfahren Sie 5 mögliche Massnahmen, wie Sie Ihren Onlineshop für die Anforderungen des schweizerischen Lebensmittelgesetz 2017 (LMG) fit machen können.

Variante 1 - Einpflegen als Attribute im Shopsystem

Wahrscheinlich führen Sie bereits verschiedene Produktinformationen direkt in Ihrem Onlineshopsystem. Eine Variante ist es, die geforderten Informationen (z.B. Nährwertangaben, Zutaten, Warnhinweise etc.) direkt in Ihren Produktinformationen zu erweitern. Nachfolgendes Beispiel visualisiert, wie die Informationen innerhalb eines nopCommerce Onlineshopsystem abgebildet werden könnten.

Abbilden von Attributen in nopCommerce

Dieser Ansatz hat verschiedene Nachteile:

  • Je nach Flexibilität Ihres Onlineshopsystems ist das Erweitern der erfassbaren Produktattribute eine aufwendige Geschichte, die viel Konfiguration oder sogar Programmierung benötigt.
  • Das manuelle Einpflegen aller geforderten Produktinformationen ist ein sehr aufwendiger Prozess.
  • Das Lebensmittelgesetz 2017 fordert, dass im Onlineshop die gleichen Informationen dargestellt werden, wie ein Kunde vor Ort im Laden hat. Das bedeutet auch, dass die Informationen chargenbasiert geführt werden müssen. (z.B. von Charge X zu Charge Y kann sich die Zusammensetzung in einem Produkt verändern). Sicherzustellen, dass Ihre Informationen jederzeit passend zu den angebotenen Chargen sind, ist ein organisatorisch nicht zu unterschätzender Aufwand.

Variante 2 - Anbieten von PDF-Downloads

Ein anderer Ansatz ist das Anbieten der Produktinformationen als PDF's. Dabei gilt es zu beachten, dass der Link prominent auf der Produktdetailansicht zur Verfügung gestellt wird.

Etikette als PDF Download anbieten

Dieser Ansatz hat verschiedene Nachteile:

  • Damit ein Besucher Ihres Onlineshops die Datei öffnen kann, muss er ein PDF-Reader auf seinem Gerät installiert haben.
  • Gleich wie bei Variante 1 muss auch hier sichergestellt werden, dass der Besucher diejenigen Produktinformationen angezeigt bekommt, die zu den im Verkauf angebotenen Chargen passen. Das erfordert entsprechende Aufwände und organisatorisches Geschick.

Variante 3 - Packshots

Bei diesem Ansatz werden die Produkte von allen Seiten in Nahaufnahme fotographiert.

Packshot Burgerstein B-Komplex
  • Der Aufwand jedes Produkt von allen notwendigen Perspektiven zu fotografieren ist gross (ein Foto reicht in alle Regel nicht aus). Zusätzlich wird entsprechendes Equipment benötigt, wie Kamera und Lightbox.
  • Die Packshots müssen unter Umständen in mehreren Sprachen angeboten werden. Sicherzustellen, dass ein französisch sprechender Onlineshop-Besucher andere Packshots angezeigt bekommt als ein deutsch sprechender Kunde, erfordert eventuell Erweiterungen an Ihrer Onlineshop-Software.
  • Gleich wie bei Variante 1 muss auch hier sichergestellt werden, dass der Besucher diejenigen Produktinformationen angezeigt bekommt, die zu den im Verkauf angebotenen Chargen passen. Das erfordert entsprechende Aufwände und organisatorisches Geschick, damit die jeweils richtigen Packshots angezeigt werden.

Variante 4 - Produktdatenbanken

Eine weitere Variante ist die Anbindung von Produktdatenbanken. (z.B. Trustbox von GS1). Dabei müssen spezifische Schnittstellen zwischen den Datenbanken und Ihrem Onlineshop gebaut werden.

Dieser Ansatz hat verschiedene Nachteile:

  • Für die Anbindung der Produktdatenbanken sind Programmierungen von den passenden Schnittstellen nötig.
  • Unter Umständen müssen Sie mehrere Produktdatenbanken anbinden.
  • Die uns bekannten Produktdatenbanken liefern aktuell keine chargenbasierten Informationen. Das bedeutet, dass Sie zusätzlich auf Ihrer Seite einen Mechanismus implementieren müssen, damit die Produktinformationen zu den im Verkauf angebotenen Chargen passen.

Variante 5 - ebi-pharm Produktplattform

Einen komfortablen und sicheren Weg bietet ebi-pharm Produktplattform. Die Informationen von der ebi-pharm ag vertriebenen Produkten (u.a. Burgerstein Vitamine und Reformprodukte von BioKing) können mittels einer JavaScript-Integration spielerisch in Ihren Onlineshop integriert werden.

Funktionsweise ebi-pharm Produktplattform

Jedes Mal, wenn ein Besucher Ihres Onlineshops eine Seite mit entsprechenden Produktinformationen aufruft, werden im Hintergrund alle notwendigen Informationen zu dem gewünschten Produkt abgerufen. Tagesaktuell und/oder spezifisch zu einer Chargennummer. Alles was Sie dazu benötigen, ist die Integration von einer kleinen JavaScript-Bibliothek auf Ihrer Webseite / Ihrem Onlineshop. Durch Bekanntgabe der GTIN/EAN-Nummer und einer optionalen Chargennummer ist diese JavaScript-Bibliothek in der Lage alle relevanten Informationen von der ebi-pharm Produktplattform anzufragen und direkt im Browser Ihrer Besucher auszugeben.

Aktuell besteht diese Option ausschliesslich für die rund 160 Produkte der ebi-pharm ag. Aufgrund der Einfachheit ist jedoch zu erwarten, dass weitere Produktanbieter einen ähnlichen Weg verfolgen oder sich der bereits entwickelten Lösung anschliessen werden.

Live-Demo der ebi-pharm Produktplattform

Nachfolgend sehen Sie ein Beispiel, welche Informationen die ebi-pharm Produktplattform zu dem Beispielprodukt Burgerstein Zink-C liefern kann.

Die nachfolgenden Informationen wurden soeben live von der ebi-pharm Produktplattform geladen:

Dank der flexiblen HTML-Integration können Sie die Darstellung der Informationen flexibel Ihren Vorstellungen anpassen.

Fazit

Um den Forderungen aus dem neuen schweizerischen Lebensmittelrecht 2017 (LMG) gerecht zu werden, müssen vorverpackte Lebensmittel (nach Ablauf der einjährigen Übergangsfrist) seit dem 01. Mai 2018 Online entsprechend gekennzeichnet werden.

Es empfiehlt sich daher die entsprechenden Massnahmen bereits einzuleiten, bevor die Vollzugsstellen die Mängel beanstanden und das Einreichen eines Massnahmenplan einfordern. Wenn Sie Produkte von der ebi-pharm in Ihrem Onlineshop anbieten, steht Ihnen mit der ebi-pharm Produktplattform ein cleveres und einfaches Werkzeug zur Verfügung. Für alle anderen Fälle kommen Sie leider aktuell nicht darum herum, die geforderten Produktinformationen entsprechend in Ihrem Onlineshop zu erfassen oder zu importieren und die entsprechenden fortlaufenden organisatorischen Massnahmen einzuleiten. 

Weiterführende Links

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