Relationen
Daten stehen selten für sich. Firmen haben Adressen, Aufträge haben Positionen, Personen gehören zu Firmen. Das Entity-System bildet solche Beziehungen als Relationen ab – als erstklassige Attribute, aus denen die Plattform echte Verknüpfungen im Datenbank-Schema erzeugt.
Einfach- und Mehrfachrelationen
Abschnitt betitelt „Einfach- und Mehrfachrelationen“- Einfachrelation (SingleRelation) – eine Entität verweist auf genau einen anderen Datensatz. Beispiel: eine Person verweist auf ihre Firma.
- Mehrfachrelation (MultiRelation) – eine Entität verweist auf mehrere Datensätze. Beispiel: eine Firma verweist auf ihre Standorte.
Aus diesen Relationen erzeugt die Plattform die passenden Strukturen – Fremdschlüssel und, wo nötig, Verknüpfungstabellen – automatisch aus der Definition.
Verknüpfung über externe Kennungen
Abschnitt betitelt „Verknüpfung über externe Kennungen“Neben der Verknüpfung über die interne Kennung unterstützt das System Relationen über eine externe Kennung (ExternalId). Das ist besonders für die Integration wertvoll: Ein Fremdsystem liefert Verweise anhand seiner eigenen IDs, und die Plattform stellt die Beziehung her, ohne dass zuerst interne Kennungen aufgelöst werden müssen.
Löschregeln (Cascade)
Abschnitt betitelt „Löschregeln (Cascade)“Relationen legen fest, was beim Löschen des verknüpften Datensatzes geschieht:
- Keine Aktion (NoAction) – das Löschen wird nicht automatisch weitergereicht; bestehende Verweise verhindern es gegebenenfalls und schützen so vor verwaisten Daten.
- Kaskadierend (Delete) – das Löschen wird an die abhängigen Datensätze weitergegeben, etwa damit mit einem Auftrag auch seine Positionen entfernt werden.
So lässt sich pro Beziehung entscheiden, ob abhängige Daten geschützt oder mitgelöscht werden.
Relationsfilter
Abschnitt betitelt „Relationsfilter“Relationen können gefiltert werden: Eine Verknüpfung muss nicht auf beliebige Datensätze der Zielentität zeigen, sondern kann auf eine Teilmenge eingeschränkt werden – etwa nur auf aktive Datensätze oder auf solche mit einer bestimmten Eigenschaft. Das hält Beziehungen fachlich sauber.
Traversierung
Abschnitt betitelt „Traversierung“Über einzelne Relationen hinaus unterstützt das System die Traversierung – das Verfolgen von Beziehungsketten über mehrere Stufen. So lassen sich zusammenhängende Daten entlang ihrer Verknüpfungen erschliessen, etwa von einer Firma über ihre Standorte zu deren Adressen.
Statusabhängige Beziehungen
Abschnitt betitelt „Statusabhängige Beziehungen“Beziehungen können mit Status zusammenspielen: Der Zustand eines verknüpften Datensatzes kann den Status oder die Gültigkeit der Beziehung beeinflussen. Damit lassen sich Abläufe abbilden, in denen der Zustand eines Teils den des Ganzen mitbestimmt.
Konsistenz durch Abgleich
Abschnitt betitelt „Konsistenz durch Abgleich“Wie das übrige Schema werden auch Relationen automatisch abgeglichen: Ändert sich eine Definition, plant die Plattform die nötigen Anpassungen an Fremdschlüsseln und Verknüpfungstabellen und führt sie aus. Beziehungen bleiben so in Deckung mit der Definition, ohne manuelle Migrationen.
Einordnung
Abschnitt betitelt „Einordnung“Relationen machen aus einzelnen Entitäten ein zusammenhängendes Datenmodell. Zusammen mit den Attributtypen und der Validierung entsteht so ein vollständiges, konsistentes Abbild der fachlichen Wirklichkeit – deklariert statt handverdrahtet.