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Logins & Benutzer-Lifecycle

Ein Login ist in buzzle Commerce Core der digitale Zugang einer Person, nicht die Person selbst. Diese Trennung verbindet fachliche Benutzerverwaltung mit einer spezialisierten Identity-Plattform: Der Commerce Core kennt Person, Unternehmen und Rollen; Zitadel übernimmt Authentifizierung, Zugangsdaten und sichere Sitzungen.

PhaseWas die Plattform unterstützt
EinladenPerson per E-Mail einladen und vorgesehenem Unternehmen sowie einer Rolle zuordnen
RegistrierenPerson, Login-Zuordnung und Firmenbeziehung kontrolliert anlegen oder eine bestehende Person erweitern
AktivierenLogin freigeben und den externen Identity-Benutzer aktivieren
BetreibenProfil, Rollen, Loginmethode, zweite Faktoren und Status synchron halten
UnterstützenPasswortreset auslösen und sicher über den Identity-Dienst zustellen
SperrenZugang sofort blockieren, ohne Person und Geschäftshistorie zu löschen
EntsperrenZugang kontrolliert wieder freigeben
DeaktivierenLogin im Rahmen des Offboardings stilllegen und fachliche Zuordnungen separat behandeln

Eine Person kann ohne Login existieren. Erst wenn sie Zugriff auf ein Portal, einen Shop oder eine Fachanwendung benötigt, wird eine Login-Zuordnung angelegt. Diese Zuordnung verbindet die Person mit dem externen Identity-Benutzer und führt den für den Betrieb relevanten Status.

Dadurch bleiben auch nach einer Sperrung erhalten:

  • persönliche Stammdaten und Kontaktinformationen,
  • Zuordnungen zu Unternehmen und Rollen,
  • Bestellungen, Belege und Änderungsverläufe,
  • bezogene Services und weitere fachliche Beziehungen.

Der Core führt eine fachliche Projektion des Identity-Status. Dazu gehören unter anderem:

  • Benutzername und externe Login-ID,
  • Freigabestatus,
  • Zeitpunkt des letzten Logins,
  • Zeitpunkt des letzten Passwortresets,
  • bestätigter E-Mail-Status,
  • Sperrstatus beziehungsweise Sperrende,
  • beobachtete Loginmethode,
  • konfigurierte zweite Faktoren,
  • Profilbild und Rollenbeziehungen.

Diese Informationen können in einer Management-Oberfläche angezeigt und für Support, Sicherheit oder fachliche Regeln verwendet werden, ohne Zugangsdaten im Commerce Core zu speichern.

Ein berechtigter Support- oder Administrationsprozess kann für einen konkreten Login einen Passwortreset anfordern. Die Anfrage wird ereignisgetrieben an die ZitadelBridge übergeben. Zitadel erzeugt den sicheren Resetprozess; die Benachrichtigung kann über die konfigurierte E-Mail-Infrastruktur zugestellt werden.

Nach erfolgter Änderung meldet der Identity-Dienst das Ereignis zurück. Der Core aktualisiert den Zeitpunkt des letzten Passwortresets und hält damit fachliche Sicht und Identity-Status synchron.

Zugänge lassen sich gezielt steuern:

  • Sperren blockiert einen Login unmittelbar, beispielsweise bei Sicherheitsverdacht.
  • Entsperren hebt diese Blockierung kontrolliert wieder auf.
  • Deaktivieren legt den Identity-Benutzer still, typischerweise beim Offboarding.
  • Reaktivieren stellt einen zuvor deaktivierten Benutzer wieder her, sofern der fachliche Prozess dies erlaubt.

Auch alle Logins einer Person können im Rahmen eines Offboardings deaktiviert werden. Eine Schutzregel verhindert dabei, dass Administratoren versehentlich ihren eigenen Zugang sperren.

Rollen entstehen aus dem fachlichen Kontext: Eine Person wird einem Unternehmen zugeordnet, erhält dort eine Company-Rolle und darf daraus bestimmte Anwendungen verwenden. Änderungen werden als Ereignisse an die ZitadelBridge übertragen. Umgekehrt meldet Zitadel relevante Identity-Ereignisse zurück, beispielsweise angenommene Einladungen, verifizierte E-Mails, Rollenänderungen, Passwortänderungen und erfolgreiche Logins.

So entsteht keine unkontrollierte Doppelpflege zwischen Portal und Identity-Provider.

  • Eine neue Mitarbeiterin wird eingeladen und erhält die Rolle „Einkauf“.
  • Eine bestehende Person bekommt zusätzlich Zugriff auf eine zweite Company.
  • Ein Supportmitarbeiter löst einen Passwortreset aus.
  • Ein kompromittierter Zugang wird sofort gesperrt und nach Prüfung entsperrt.
  • Beim Austritt werden Logins deaktiviert, während Bestellungen und Audit erhalten bleiben.
  • Ein Rollenwechsel wird fachlich im Unternehmen vorgenommen und automatisch an die Identity synchronisiert.