Zum Inhalt springen

Kundenspezifische Preise & Konditionen

Kundenspezifische Preisbildung bedeutet in buzzle Commerce Core mehr als die Zuordnung einer Rabattgruppe. Ein Unternehmen kann eigene Artikelpreise, mengenabhängige Rabatte, Zuschläge, eine bevorzugte Preisliste und eine zeitweise fixierte Preisperiode erhalten.

Die Preisvereinbarungen werden dem Unternehmen zugeordnet. Damit gelten sie für den richtigen Geschäftskontext – unabhängig davon, welche berechtigte Person im Namen des Unternehmens bestellt.

KonditionsartInhaltTypischer Einsatz
Kundenspezifischer ArtikelpreisArtikel, Preis, Mindestmenge und GültigkeitszeitraumVertragspreis oder individuell ausgehandelter Staffelpreis
Kundenrabatt je PreisgruppePreisgruppe, Rabattsatz, Mindestmenge und GültigkeitszeitraumSortimentsrabatt mit kundeneigener Mengenstaffel
Kundenzuschlag je PreisgruppePreisgruppe, Zuschlag und GültigkeitszeitraumBeschaffungs-, Kleinmengen- oder Marktaufschlag
PreiskonfigurationZugewiesene Preisliste und optional fixierte PreisperiodeEigene Preisbasis oder befristeter Schutz vor einem Preiswechsel

Für einen einzelnen Artikel können pro Unternehmen mehrere Preisvereinbarungen mit unterschiedlichen Mindestmengen bestehen. Die Plattform wählt im aktuellen Kunden-, Mengen- und Zeitkontext den passenden Wert. So lassen sich beispielsweise ein Grund-Vertragspreis und günstigere Preise ab 10 oder 50 Einheiten modellieren.

Artikel werden über stabile interne oder externe Identifikatoren referenziert. Dadurch können Konditionen aus einem ERP übernommen und beim Produktimport zuverlässig wieder zugeordnet werden.

Nicht jede Vereinbarung muss auf Artikelebene gepflegt werden. Rabatte und Zuschläge können für eine Preisgruppe hinterlegt werden. Rabatte unterstützen zusätzlich Mengenstaffeln; beide Konditionsarten können zeitlich begrenzt sein.

Das ermöglicht unter anderem:

  • einen prozentualen Kundenrabatt auf eine ganze Produktgruppe,
  • zusätzliche Rabattstufen ab definierten Bestellmengen,
  • kundenspezifische Zuschläge für ausgewählte Sortimentsbereiche,
  • befristete Konditionen mit vorbereitetem Start- und Enddatum.

Die Preiskonfiguration eines Unternehmens kann festlegen, welche Preisliste als Ausgangsbasis dient. Zusätzlich lässt sich eine konkrete Preisperiode bis zu einem definierten Datum fixieren. Damit können individuelle Vereinbarungen auch dann eingehalten werden, wenn für andere Kunden bereits eine neue Preisperiode aktiv ist.

Kundenpreise und Kundenrabatte können aus einem führenden ERP übernommen werden. Fachliche Handler prüfen importierte beziehungsweise manuell angelegte Konditionen; Export- und Abgleichprozesse unterstützen die Synchronisation. Kombinierte Suchindizes stellen die Konditionen zusammen mit Firmen- und Artikelkontext performant für Commerce-Prozesse bereit.

Die Kundenkonditionen sind Eingaben für die Preisberechnung. Erst die dort konfigurierte Strategie entscheidet, welcher Wert in welcher Reihenfolge verwendet wird. Damit kann ein Projekt präzise definieren, ob beispielsweise ein individueller Artikelpreis eine Gruppenregel ersetzt oder ob weitere Zu- und Abschläge folgen.

Das berechnete Resultat wird in Produktsuche, Produktdetail, Warenkorb und Auftrag konsistent verwendet. Preisdetails machen nachvollziehbar, warum ein Unternehmen genau diesen Preis erhält.

  • Verträge digital abbilden: Individuelle Preisabsprachen werden ausführbare Regeln.
  • Weniger Einzelpflege: Preisgruppen decken breite Sortimente ab; Ausnahmen bleiben möglich.
  • Zeitlich kontrollierte Änderungen: Gültigkeiten und Preisperioden unterstützen geplante Übergänge.
  • Konsistente Kanäle: Derselbe Kundenpreis gilt vom Katalog bis zum Auftrag.
  • Erklärbare Ergebnisse: Vertrieb und Support können die Preisfindung nachvollziehen.

Die allgemeinen Quellen sind unter Preisgrundlagen & Preisperioden beschrieben.